Entsorgung von Hundekot

In der letzten Zeit wurde zunehmend festgestellt, dass auf öffentlichen Straßen, Wegen und Flächen, aber auch in der freien Landschaft zunehmende Verunreinigungen durch Hundekot entstanden sind. Beeinträchtigungen für Passanten, Erholungssuchende, Wanderer und die Landwirtschaft sind die Folge.

Durch die von den Hunden hinterlassenen Kothaufen entstehen auf den öffentlichen Verkehrsflächen eine Gefährdung für die öffentliche Sicherheit und Ordnung.
Die Gefährdung besteht darin, dass durch das Abkoten der Hunde eine Verunreinigung der öffentliche Fläche entsteht, welche nach Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) zu entsorgen sind.

Den Landwirten bereitet zunehmend große Sorgen, dass viele Hundebesitzer sich nicht um die „Hinterlassenschaften" ihres Vierbeiners kümmern. Sicher sind auch Sie der Auffassung, dass die Nachlässigkeit von Hundebesitzern nicht zur Eigentumsschädigung bzw. zum wirtschaftlichen Nachteil unserer Landwirte führen darf.
Es ist nachweisbar, dass Kühe erkrankt sind, nachdem sie kotverunreinigtes Gras gefressen haben. Obwohl Kühe normalerweise dieses verunreinigte Gras ablehnen, kann es zur Aufnahme von Hundekot kommen, wenn dieser beim Mähen im Futter verteilt wurde.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch Kinder mit dem Hundekot in Berührung kommen können, da viele Hundebesitzer mit ihren Hunden ortsnah spazieren gehen.
Dies gilt auch insbesondere zur Sauberhaltung unserer Fußwege und Straßen.

Deshalb richtet die Gemeinde folgenden Appell an Sie:

1. Lassen Sie Ihren Hund erst dann frei laufen, wenn er sein „Geschäft" außerhalb von Wiesen erledigt hat. Bedenken Sie, dass Sie Ihren Hund nur unter Kontrolle haben, solange er an der Leine ist.

2. Besorgen Sie sich Hundebeutel, nehmen Sie die „Hinterlassenschaften" Ihres Lieblings mit nach Hause und entsorgen Sie den Beutel ordnungsgemäß in Ihrer Mülltonne.

Außerdem sollte jedem/jeder verantwortlichen Hundehalter/in bewusst sein, dass das Stöbern und Hetzen seines Hundes von Wildtieren in Feld und Flur ein Straftatbestand darstellt.
Auch das mutwillige Beunruhigen von Wildtieren ist untersagt (z.B. durch das Stöckchen-Holen-Spiel). Das gilt zu allen Jahreszeiten und für alle Wildtiere.

Wir müssen Sie darauf hinweisen, dass Hundekot als Abfall anzusehen ist, dessen unzulässige Beseitigung durch Liegenlassen eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden kann.

Ruppichteroth, den 21. April 2016
Der Bürgermeister
Im Auftrage:
Sascha Seuthe