Hundehaltung

Sehr geehrte Hundehalterinnen und Hundehalter,

ich möchte hier nochmal die Hundehalterpflichten nach dem Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landeshundegesetz NRW - LHundG NRW) und der Ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Gemeinde Ruppichteroth aufzeigen.

Alle Hunde, egal welche Rasse, Größe, Gewicht usw., sind beim Ordnungsamt und beim Steueramt der Gemeinde Ruppichteroth anzumelden.

Für alle Hunde gelten:
- Anzeigepflicht beim Steuer- und Ordnungsamt
- Grundpflicht zum gefahrenvermeidenden Umgang
- Alle Hunde sind innerhalb einer zusammenhängenden Orts- bzw. Wohnlage (z.B. innerhalb geschlossener Ortschaft) an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen!
- Anleinpflicht in Örtlichkeiten und Situationen mit typischerweise erhöhtem Publikumsverkehr (z.B. Volksfesten)
- Verbot der Aggressionsausbildung, -zucht und -kreuzung.

Das Landeshundegesetz NRW unterscheidet nach Rassen und körperlichen Merkmalen in nunmehr vier verschiedenen Hundegruppen:
- „gefährliche Hunde“ (§ 3 LHundG NRW),
- „Hunde bestimmter Rassen“ (§ 10 LHundG NRW),
- „große Hunde“ (§ 11 LHundG NRW) u.
- die anderen („kleinen“) Hunde.

Hunde der Gruppen zu 1.) und 2.) dürfen nur mit Erlaubnis der zuständigen Behörde (Ordnungsamt der Gemeinde Ruppichteroth) gehalten werden. Die Erlaubnis muss von den Hundehalterinnen und Hundehaltern beantragt werden. Die Erlaubnis kann im Einzelfall versagt werden. Sollten Sie beabsichtigen, sich einen Hund dieser Gruppen zuzulegen, halten Sie bitte unbedingt vorher Rücksprache mit dem Ordnungsamt, da geprüft werden muss, ob Sie einen Hund dieser Rassen halten bzw. anschaffen dürfen.

Neue Haltungen von „gefährlichen Hunden“ der Gruppe zu 1.) dürfen nur bei Vorliegen eines besonderen privaten oder öffentlichen Interesses erlaubt werden.
Hieran sind sehr strenge Vorgaben gestellt.

Zudem dürfen die Hunde der Gruppen zu 1.) und 2.) nur mit Leine und Maulkorb (Maulkorb ab dem siebtem Lebensmonat) ausgeführt werden!
Eine Befreiung von dieser Pflicht kann beantragt werden, wenn der Hund erfolgreich an einer amtlichen Verhaltensprüfung teilgenommen hat.

Anforderungen an den Umgang mit Hunden der Gruppen zu 1.) bis 3.) sind:
- Sachkundenachweis, soweit nicht dreijährige unbeanstandete Haltung oder Zugehörigkeit zu sachkundigen Personenkreisen oder Berufsgruppen, Sachkundebescheinigung durch
anerkannte Stellen (z.B. Hundesportvereine) oder benannte Tierärztinnen/Tierärzte,
- Nachweis der Zuverlässigkeit; Vorlage eines Führungszeugnisses (Gruppen zu 1. u. 2.) und bei Anhaltspunkten für Unzuverlässigkeit),
- Haftpflichtversicherung für den Hund und
- Kennzeichnung des Hundes mit Mikrochip.

Sollten Sie als Hundehalter Ihren Hund bisher noch nicht ordnungsgemäß gemeldet haben, so bitte ich Sie dies umgehend nachzuholen, um so einem etwaigen Ordnungswidrigkeitenverfahren zu entgehen.

Verstöße (wie z.B. das Nichtanmelden eines Hundes oder nicht angeleintes umherlaufen lassen innerhalb geschlossener Ortschaften) gegen die Vorschriften des Landeshundegesetzes NRW sind Ordnungswidrigkeiten. Diese Ordnungswidrigkeiten können gemäß § 20 Abs. 3 LHundG NRW mit einer Geldbuße bis zu 100.000,00 Euro geahndet werden.

Ich möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass zukünftig die Einhaltung der Vorschriften des Landeshundegesetzes NRW durch Außendienstmitarbeiter der Gemeinde Ruppichteroth strenger überprüft und im Falle eines Verstoßes ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wird.

Ruppichteroth, den 27. März 2015
Der Bürgermeister
Im Auftrage:
Sascha Seuthe