"Mitten im Leben MiL" informiert:

Die Initiative "Mitten im Leben - MiL" des Vereins kivi e.V. widmet sich der ganzheitlichen Förderung von Gesundheit sowie Lebens- und Wohnqualität älterer Menschen ab 65 Jahren im ländlichen Raum des Rhein-Sieg-Kreises. Ziel von MiL ist eine sichere und hochwertige (Versorgungs-) Infrastruktur zu fördern, um den älteren Bewohnerinnen und Bewohnern einen längeren, selbstständigen Verbleib in ihrem gewohnten, sozialen Umfeld zu ermöglichen.

Hierbei werden alle Aspekte von Wohlbefinden und Glücklichsein miteinbezogen. Was braucht ein älterer Mensch, um gerne im im ländlichen Raum leben bleiben zu können und zu wollen? Die Antwort ist so vielfältig wie das Leben selbst. Angefangen bei der Bedeutung von Mobilität, individueller Autonomie und der Möglichkeit Besorgungen des alltäglichen Lebens zu machen bis hin zur Wichtigkeit von zugänglichen Dienstleistungen, sozialer Teilhabe und bürgerschaftlichen Engagement.

Im sogenannten MiL-Team von Ruppichteroth, welches aus vorhandenen, lokalen Kräften und Ehrenamtlern besteht, wurde bereits im vergangenen Jahr ein erster Anlauf gestartet, ein Dorfzentrum, bestehend aus Nahversorgungsangeboten und Dorftreffpunkt, in Schönenberg einzurichten. Die Bedarfe sind groß, ebenso die Motivation der lokalen Akteure - daher soll der Ansatz eines Dorftreffpunkts nun erneut aufgegriffen werden. Herr Bürgermeister M. Loskill und kivi e.V. sind sich einig: Mit gemeinsamen Kräften lassen sich die innovativen und zukunftsfähigen Ideen neu aufgreifen und in die Tat umsetzen. Ein generationenübergreifender sozialer Treffpunkt zum Austausch und zur Förderung der Gemeinschaft stellt eine gute Möglichkeit dar, die Menschen vor Ort zusammen zu bringen.

Nicht irgendetwas, sondern das Richtige möchten wir gemeinsam mit Ihnen für die Zukunft Schönenbergs tun! Die Unterstützung, Expertise und Mitarbeit der Bewohnerinnen und Bewohner von Schönenberg ist demnach von großer Relevanz für den Erfolg des Projektes.

Wir haben Sie neugierig auf das Projekt "Mitten im Leben" gemacht und Sie wollen sich aktiv in die Dorfgestaltung einbringen? Dann möchten wir, Herr Bürgermeister Loskill und kivi e.V., Sie herzlich zu einer konstruktiven Gesprächs- und Diskussionsrunde einladen:

Donnerstag, 23. August 2018 um 18:30 Uhr,
im Sitzungssaal des Rathauses Ruppichteroth

Wir freuen uns auf eine zahlreiche und kreative Teilnahme.

Bei Fragen können Sie sich gerne an kivi-Mitarbeiterin Lisa Valerius wenden (Tel.:02241 14 85 308 oder per Mail: lisa.valerius@kivi-ev.de).

Verein zur Förderung der Gesundheit im Rhein-Sieg-Kreis
Hopfengartenstraße 18
53721 Siegburg
Internet: www.kivi-ev.de
E-Mail: mitten-im-leben@kivi-ev.de

116 117: Schnelle Hilfe für Notfälle im Rhein-Sieg-Kreis - eine Initiative von kivi e.V.

116 117

Überfüllte Notfallambulanzen und lange Wartezeiten, bis der Rettungsdienst eintrifft – so sieht der Alltag im Rettungswesen aus. Häufig sind die Beschwerden jedoch nicht so gefährlich, dass sie sofort notärztlich behandelt werden müssen. Um die Notaufnahmen der Krankenhäuser im Rhein-Sieg-Kreis zu entlasten, soll die Rufnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes bekannter werden.

 

Im Rahmen der Initiative "Mitten im Leben" des Vereins kivi e.V. hat sich ein Arbeitskreis gebildet, um gemeinschaftlich konkrete Problemfelder und medizinische und pflegerische Versorgungslücken des ländlichen Raums anzugehen. Sei es der Ärztemangel im ländlichen Raum, die Nachbesetzung von Praxen oder die weiten und teilweise beschwerlichen Anfahrtswege für (ältere) Patienten - all das führt in bestimmten Regionen des Rhein-Sieg-Kreises zu einer von der Bevölkerung subjektiv wahrgenommenen, medizinischen und pflegerischen Unterversorgung.

Ziel des Arbeitskreises ist vorrangig die intersektionale Vernetzung und Zusammenarbeit zur Förderung und Sicherung der landärztlichen Versorgung. Im Auftrag der beteiligten Bürgermeisterin und Bürgermeister der Kommunen Ruppichteroth, Neunkirchen-Seelscheid, Eitorf, Hennef, Much und Windeck stieß kivi e.V. die Bildung des arbeitsfähigen Gremiums an und gewährleistet seither die fachliche Begleitung des Arbeitskreises.

Insbesondere im ländlichen Raum stellt die notärztliche Versorgung ein stetig wachsendes Problemfeld dar: Die Arztpraxis ist bereits geschlossen, in medizinischen Notfällen wird die 112 angerufen – als Resultat ergeben sich daraus steigende Einsatzzahlen für Rettungskräfte sowie überfüllte Notfallambulanzen, weil immer öfter wegen „medizinischen Bagatellen“ der Notarzt gerufen wird, so Christian Diepenseifen, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Rhein-Sieg-Kreis. Abhilfe schaffen soll da die kostenfreie Rufnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigung. Unter dieser bundesweiten Nummer erreichen Patienten außerhalb der gewöhnlichen Sprechstundenzeiten einen Arzt des Bereitschaftsdienstes, welcher zumeist nach 30 bis 50 Minuten Anfahrtszeit vor Ort erscheint. K. Pipke, Bürgermeister der Stadt Hennef und Vorstandsvorsitzender des DRK-Ortsvereins Hennef betont bei der Vorstellung der Rufnummer, dass (Not-) Ärzte und Krankenhäuser gleichermaßen durch diese entlastet werden sollen. Wer aufgrund seiner Beschwerden ins Krankenhaus muss, soll dort auch möglichst schnell versorgt werden. Wem eine ambulante Behandlung ausreicht, wird an den zuständigen Arzt verwiesen. Auch Dr. H. Eickhoff, Vorsitzender der Ärztekammer Nordrhein und Oberarzt im Josef-Hospital Troisdorf führt aus, dass durch die Konzentration auf die 116 117 dem bundesweiten Ansatz gefolgt werden soll, die Bereitschaftsdienste aller Kassenärztlichen Vereinigungen unter einer gemeinsamen Nummer zu erreichen, egal wo in Deutschland der Anruf ausgelöst wird.

Der Arbeitskreis, bestehend aus den sechs Bürgermeistern sowie einem ausgewählten Personenkreis aus Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, der Ärztekammer Nordrhein, der Rettungsdienste, der Kreisverwaltung sowie Ärzten und Apothekern des östlichen Rhein-Sieg-Kreises möchte durch seine Kampagne den Bekanntheitsgrad dieser Notrufnummer erhöhen. Durch Transparente, die bei der Vorstellung im Historischen Ratssaal im Rathaus Hennef präsentiert wurden, soll in den beteiligten Kommunen auf die Rufnummer hingewiesen werden. Dies ist auch dringend notwendig, wie Dr. Jacqueline Hiepler, Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Rhein-Sieg und Hausärztin in Hennef, betont: Lediglich rund ein Drittel der Bundesbevölkerung kenne die Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Wichtig, so W. Müller, 2. Vorsitzender von kivi e.V., sei jedoch die Unterscheidung der notärztlichen Rufnummer 112 und der Rufnummer 116 117 als ärztlicher Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung. Während die 116 117 dann zu wählen ist, wenn eine Erkrankung vorliegt, deren Behandlung nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde eines niedergelassenen Arztes warten kann, ist bei akuten Notfällen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder schwerwiegenden Unfällen der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 anzurufen.