Stehende Ovationen: Tenorsfirst eroberten Konzertsaal im Eichhof

Benefizkonzert1

Hohe Gesangskunst, gepaart mit Comedy und Show präsentierten "Tenorsfirst" bei dem vom Bürgerverein Ruppichteroth arrangierten Benefizkonzert im Konzertsaal der Lebensgemeinschaft Eichhof.´ Hatten die Zuschauer zunächst vielleicht nur schwere musikalische Kost von den drei Tenören Richard Rost, Christopher Hux und Stefan Fiehn erwartet, so überzeugten alle drei durch musikalische Leichtigkeit, temperamentvoll wechselndes Timbre, ausgezeichnete Beweglichkeit und Koloratur.

Benefizkonzert2

Oper, Film- und Schlagermusik, Klassik, Operette und Musical - Melodien zum mitgehen, Erinnerungen erwecken, lachen und träumen bewiesen die Vielfältigkeit von Tenorsfirst, deren Stimmgewalt und Stimmvariationen in der oberen Skala anzusiedeln sind.

Begleitet von Loris Perego am Flügel, der auch an der Mailänder Scala zuhause ist, entführten die drei Tenöre vom Opernhaus Zürich das Publikum in die große Welt der Musik. Va pensiero von Giuseppe Verdi aus der Oper Nabucco gehörte ebenso zum Repertoire, wie "Ganz ohne Weiber" aus "Die Csárdásfürstin", " Ein Freund, ein guter Freund" von Werner Richard Heymann oder "Mein kleiner grüner Kaktus" (Rolf Marbot/Bert Reisfeld), das an die Comedian Harmonists der 20er Jahre des letzten Jahrtausends erinnerte.

Wer "steif-staatse" Sänger erwartet hatte, lag auch hier daneben. Mit Charme und Witz gepaart mit publikumsnaher Show und der Eleganz der Opernhäuser dieser Welt eroberten sie die Herzen des Publikums - vom Junior bis zum Greise - im Sturm: das dankten die Zuhörer natürlich mit stehenden Ovationen und dem großen Wunsch nach Zugaben.

Benefizkonzert3

Das dies alles noch für einen guten Zweck geschah, war ein weiteres Bonbon. Tenorsfirst sangen für den Benefit: Der Reinerlös geht an die Manna Eye Klinik in Nkongsamba – Kamerun. Augenarzt Dr. Hans-Jürgen Schnell operiert dort mehrmals im Jahr ehrenamtlich die Ärmsten der Armen, die ohne seine selbstlose Hilfe erblinden würden. Angeschafft werden muss ein neues Operationsgerät von mehreren zigtausend Euro - hierfür zogen wieder einmal viele an einem Strang, um dies bald realisieren zu können.

Text und Fotos: Christina Ottersbach