Hinweise/Informationen der Gemeinde Ruppichteroth zum Reiten im Wald und in der freien Landschaft, der Entsorgung von Pferdekot und der Kennzeichnung von Reitpferden

Reiten im Wald und in der freien Landschaft

Im Land Nordrhein-Westfalen, und somit auch in der Gemeinde Ruppichteroth, bestehen
seit dem 01.01.2018 folgende Reitregelungen:

Das Reiten ist danach erlaubt:
1. in der freien Landschaft (außerhalb von Wäldern) zum Zweck der Erholung und auf eigene Gefahr
- auf allen öffentlichen Verkehrsflächen
- auf allen privaten Straßen und Wegen (auch auf Wanderwegen)

2. im Wald zum Zweck der Erholung und auf eigene Gefahr
- auf öffentlichen Verkehrsflächen
- i.d.R. auf den nach der Straßenverkehrsordnung gekennzeichneten Reitwegen

Ausnahmeregelung für das Gebiet der Gemeinde Ruppichteroth:
Gemäß Ziffer 1 der auf Grundlage des § 58 Abs. 3 des Gesetzes zum Schutz der Natur in Nordrhein-Westfalen (Landesnaturschutzgesetz - LNatSchG NRW) er- lassenen Allgemeinverfügung des Rhein-Sieg-Kreises zur Reitregelung im Wald ab dem 01.01.2018 wird u.a. in den Waldgebieten der Gemeinde Ruppichteroth auf die Kennzeichnung der Reitwege verzichtet.

3. in Waldgebieten im rechtsrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises
(so auch in der Gemeinde Ruppichteroth)
- auf allen öffentlichen Verkehrsflächen, privaten Straßen und Wegen (auch auf
Wanderwegen
) sowie Fahrwegen zum Zweck der Erholung und auf eigene Gefahr

Erläuterung:
Nach Ziffer 3 der Allgemeinverfügung des Rhein-Sieg-Kreises zur Reitregelung im Wald ab dem 01.01.2018 nach § 58 Abs. 3 LNatSchG NRW ist u.a. in den Waldgebieten der Gemeinde Ruppichteroth über die Befugnis nach § 58 Abs. 2 LNatSchG NRW hinaus das Reiten auf allen privaten Wegen im Wald zum Zweck der Erholung zulässig und auf eigene Gefahr gestattet.

Das Reiten ist nicht erlaubt:
1. auf allen Flächen, Straßen, Wegen und Plätzen, auf denen Schilder nach der Straßen-verkehrsordung das Reiten verbieten
2. in Gärten, in Hofräumen, auf Flächen, die zum privaten Wohnbereich gehören und auf Flächen, die einem öffentlichen oder gewerblichen Betrieb dienen
3. in Naturschutzgebieten, Landschaftsschutzgebieten, Nationalparken, Nationalen Naturmonumenten, geschützten Biotopen oder innerhalb von geschützten Landschaftsbestandteilen ist das Reiten außerhalb von Straßen und Wegen verboten (§ 59 Abs. 3 Satz 1 LNatSchG NRW).

Es handelt ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 59 Abs. 3 in Natur-schutzgebieten, Landschaftsschutzgebieten, Nationalparken, Nationalen Naturmonumenten, geschützten Biotopen oder innerhalb von geschützten Landschaftsbestandteilen außerhalb von Straßen und Wegen reitet oder ein Pferd führt.
Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße geahndet werden.

 

Kennzeichnung von Reitpferden

Alle Pferde (auch Ponys), die im Rhein-Sieg-Kreis in der freien Landschaft oder im Wald geritten oder geführt werden, müssen mit einem Reitkennzeichen und einem für das jeweilige Jahr geltenden Jahresaufkleber ausgestattet sein.
Entsprechende Reitkennzeichen aus anderen Bundesländern haben auch im Rhein-Sieg-Kreis Gültigkeit. Die Kennzeichen müssen an beiden Seiten des Pferdes gut sichtbar geführt werden. Das Kennzeichen bezieht sich auf die Halterin/den Halter des Pferdes.
Diese/r muss dafür Sorge tragen, dass aufgezeichnet wird, wer mit dem Pferd geritten ist.

Reiter erhalten die Kennzeichen und Aufkleber bei der

Kreisverwaltung
des Rhein-Sieg-Kreises
-Untere Naturschutzbehörde-
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg

Ansprechpartner:
Herr Thomas (Tel.-Nr.: 02241-133502)
Herr Maschke (Tel.-Nr.: 02241-133470)
E-Mail: reiten@rhein-sieg-kreis.de.

Die Jahresaufkleber -gültig für ein Kalenderjahr- werden für Privatpersonen gegen eine
Gebühr in Höhe von 30,14 Euro, neue Kennzeichen für 9,00 Euro (Neuanträge komplett =
39,14 Euro), abgegeben.
Wer gewerblich Pferde/Ponys gegen Entgelt anderen zur Verfügung stellt, zahlt 80,14 Euro
für den Jahresaufkleber und 9,00 Euro für das Kennzeichenpaar (bei Neuanträgen 89,14 Euro
für den Satz aus Kennzeichen und Jahresaufkleber).

Neben den Kennzeichen mit Jahresaufklebern gibt es auch ermäßigte Kurzzeitkennzeichen
(sog. Wanderkennzeichen). Diese gelten z.B. für Reitveranstaltungen, die einen oder wenige Tage umfassen.

Ordnungswidrig handelt, wer kein am Pferd zu befestigendes Kennzeichen führt.
Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße geahndet werden.

 

Entsorgung von Pferdekot

Durch die von den Pferden hinterlassenen Kothaufen entsteht auf den öffentlichen Verkehrsflächen eine Gefährdung für die öffentliche Sicherheit und Ordnung.
Die Gefährdung besteht darin, dass durch das Abkoten der Pferde eine Verunreinigung von
öffentlichen Flächen entsteht, welche nach Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) zu entsorgen ist. Ferner können durch die Kothaufen für Fahrrad- und Rollstuhlfahrer Hindernisse entstehen, welche zu Stürzen oder zur Verunreinigung der Bekleidung führt.

Wer öffentliche Verkehrsflächen verunreinigt, handelt ordnungswidrig.
Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße geahndet werden.

Weitere Hinweise/Informationen können unter folgendem Link aufgerufen werden:
www.rhein-sieg-kreis.de/reiten.

Diese allgemeine Presseinformation ersetzt die am 27.07.2018 veröffentlichte Amtliche Bekanntmachung „Reiten im Walde und in der freien Landschaft, Entsorgung von Pferdekot“. Die Amtliche Bekanntmachung vom 27.07.2018 ist folglich als gegenstandslos zu betrachten.
 

Ruppichteroth, den 21. Januar 2019
Der Bürgermeister
gez.
Mario Loskill